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erstellt am: 09.09.2012 | von: Uwe Binz | Kategorie(n): Berlin-CUP, Triathlon

Hier sind unsere Finisher beim Berlin Man

Platz Plm Plw StNr. Name,Vorname Verein AK GJ AKm AKw Endzeit
48 46   85 Manthey, Frank Teamwork Berlin TM50 59 4   04:31:30
107 105   569 Bauwens, Kai Teamwork Berlin TM45 67 17   04:48:46
127 125   670 Kaup, Matthias Teamwork Berlin TM40 71 29   04:53:50
154 152   764 Nokel, Christian Teamwork Berlin TM45 65 25   04:58:37
194 190   705 Götze, Björn Teamwork Berlin TM40 72 50   05:03:46
224 219   112 Paluch, Rolf Teamwork Berlin TM50 60 17   05:10:46
236 231   122 Wall, Dietmar Teamwork Berlin TM50 61 20   05:12:03
266 257   710 Kühnel, Thomas Teamwork Berlin TM40 68 64   05:16:32
385 364   96 Keller, Lutz Teamwork Berlin e.V. TM55 57 10   05:34:37
405 383   542 Teicher, Andreas Teamwork Berlin TM45 67 72   05:39:30
513   48 184 Tappe, Melanie   TW40 70   10 06:08:08

und die Finisher beim Sprint

11 11   217 Wulf, Arne Teamwork Berlin TM20 89 2   01:15:58
336 290   179 Walgenbach, Detlev Teamwork Berlin TM65 45 3   01:42:49
363   59 180 Rogalla, Antje Teamwork Berlin TW20 91   1 01:44:18

 

 

Und hier ein Bericht dazu von Björn:

Berlin Man 2012 oder: Noch ´ne Rechnung offen

Kleiner Rückblick: Berlin Man 2010.

In diesem Jahr war, ihr erinnert euch sicher noch, der Start bereits im späten August. Die Folge dessen war ein schon am Morgen ziemlich heißer Tag. Ich bin dort gestartet mit dem Ziel, an der “5 – Stunden – Marke“ zu kratzen. Dabei kannte ich die einzelnen Teilstrecken nur vom Hörensagen und die Radstrecke nur von ein paar Kilometern auf einer meiner Trainingsrunden. Feedback dieses Tages: Das Schwimmen war für mich wie immer eine Tortur; dann hatte ich doch recht gute Beine auf der Radstrecke – mit der Folge, mich dann bei ziemlich heißen Temperaturen in der Mittagszeit (habt ihr das Flimmern der Straße auf dem asphaltierten Teil des Laufweges auch gesehen?) über die restlichen zwanzig Laufkilometer zu schleppen. Mein einziger Trost war, dass es an diesem Tag auch vielen anderen genauso erging, die sogar bereits auf der Radstrecke oder dann später auf der Laufstrecke ihre angepeilten Ziele aufgeben mussten.

Wobei man in meinem Fall nicht mal von einem klassischen Einbruch sprechen konnte; schließlich war ich schon von Beginn des Laufens an, einfach nur platt. Zumindest, was meine als Ziel gesetzte Finisherzeit betraf, war dann auf der Laufstrecke beizeiten klar, dass dieses Ziel nicht mehr zu erreichen sein würde.

Naja; zumindest haben dann der Blechkuchen und die beiden eiskalten alkoholfreien Weizenbiere im Ziel ganz wunderbar geschmeckt.

Berlin Man 2012

Dieses Mal sollte also, aufgrund einer anderen Renneinteilung, und einigen Änderungen im Training, sowie auch bei völlig anderem Wetter, das diesjährige Rennen ganz anders werden.

Was die “5 Stunden“ betrifft, die blieben natürlich schon in meinem Kopf – man braucht schließlich Ziele. Die Strategie dazu war jedoch etwas anders. Auch diesmal war es für mich wichtig, das Schwimmen irgendwie – ohne viel Energieaufwand – zu überleben. (Diejenigen unter euch, die das “Abhetzen im Wasser“ so schätzen, sehen es mir hoffentlich nach). Auf dem Rad wollte ich mich, im Vergleich zum letzten Start, eher ein bisschen mehr zurückhalten; und dabei mit ungefähr 85 – 90 Prozent, über die Strecke kommen. So hoffte ich, dann im Anschluss noch genügend frische Beine, für die letzten zwanzig Laufkilometer, zu haben.

Am Samstag habe ich mir dann, wie alle anderen gemeldeten Teamworker, die Startunterlagen geholt – und dabei, wie immer, die gleichen, bekannten Gesichter getroffen.

Hierbei war wieder das für euch Triathleten so typische “Gejammer“ zu hören.

Die Aussagen reichten auch diesmal wieder von: „…überhaupt fast gar nichts trainiert“, über „…will einfach so starten – nur um Spaß zu haben, Zeit spielt überhaupt keine Rolle“, oder „… weiß gar nicht, wie ich all das bewältigen soll…?“ Naja, ihr kennt all das sicher – ich höre es ja auch von euch sehr oft. Komisch für mich ist dann aber einfach immer, dass dann genau diejenigen es sind, die dann weit vor mir ins Ziel kommen. Hm?

Sonntag, 6.30 Uhr. Ein letzter Blick auf die Autotemperaturanzeige: 11° C. Der Blick zum Himmel: teilweise noch leichte Bewölkung, kein Wind. Die Prognose für den Tag: Erst zum Mittag Anstieg der Temperaturen bis um die 26°C. Kein Regen, kein Wind. Also gute Bedingungen.

Das Einchecken war wie immer schnell erledigt, ein recht guter Platz in der Wechselzone schnell gefunden. Nach und nach trudelten dann auch andere Teamworker ein.

Begrüßung und gegenseitiges Gejammer folgte – siehe oben. Gestartet wurde dann in mehreren Wellen, wobei Melanie die erste von uns war, die schon um 8 Uhr auf die Strecke musste. (Deshalb erwähne ich sie als Einzige hier namentlich.) Der Rest von uns war dem letzten Startblock zugeteilt – für 8.20 Uhr. Dann kamen also noch das obligatorische Anstehen an den Dixihäuschen, das Hineinzwängen in diesen “Neo“ und der Gang zum Start. Die paar Meter Warmschwimmen waren schnell erledigt und pünktlich wurde dann auch unser Feld auf die Reise geschickt. Für mich war die Aufteilerei in mehrere Startblöcke ein Vorteil, weil deshalb nicht so viele Starter auf der Strecke unterwegs waren. Das Feld dann wieder von hinten zu beobachten war wie immer toll. Ein Genuss. Wirklich war. Schön, wenn man so schwimmen kann. Ich beneide all diejenigen. Irgendwann hatte ich dann aber auch den Ausstieg aus dem Wasser erreicht; die Stufen hinauf zur Wechselzone genommen. Jetzt kam für mich der schönste Teil des Wettkampfes – das Radfahren. Hatte mir ja vorgenommen, ein wenig mit angezogener Handbremse zu fahren, was auch gut funktioniert hat. Habe regelmäßig getrunken und gegessen. (Warum muss dieses Zeug eigentlich immer so süß sein?) In der letzten Radrunde auf der Havelchaussee – die mir heute unwahrscheinlich lang vorkam – habe ich schon einen Gang hochgeschaltet und bin nur noch “dahingerollt“. Ich wollte ja recht locker in das Laufen kommen. Hat aber nicht wirklich viel genützt – denn ich hatte trotzdem auf der Ersten von 4 Laufrunden ziemlich feste Beine. Ihr kennt sicher alle das Gefühl, wie es sich anfühlt, kurz vor einem Krampf zu sein, oder? Hab einfach regelmäßig weiter getrunken und die Krämpfe verabschiedeten sich genauso schnell, wie sie gekommen sind. (Glück gehabt.)

Konnte mich aber auf der Strecke leider auch nicht einfach gehenlassen und rumjammern – es waren ja einige Leute vom Verein an der Strecke. Mist! Kann man nicht mal da einfach frei rumheulen?

In der vorletzten Runde war dann die Sonne schon recht deutlich zu spüren – und die angekündigten 26° C. dann auch wahrscheinlich da. War dann auch froh, bald im Ziel sein zu können.

Meine Zielzeit? Naja, man muss eben Ziele haben. Ich denke auch, dass es für mich machbar ist. Oder anders gesagt: „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.“

Auch dieser Wettkampf war nicht leicht. Ich bin deshalb aufgrund des großen Zeitsprungs – im Gegensatz zum Berlin Man 2010 – sehr zufrieden.

Diese ehemals offene Rechnung habe ich nun also für mich beglichen.

Und: Es kommt sicher ein neuer Berlin Man.

An all diejenigen, die an diesem Tag an der Strecke waren und uns angefeuert haben: Ihr wart großartig. Ich danke euch allen!

Muss aber an dieser Stelle vor allem erwähnen, dass mir deine Cola am besten geschmeckt hat – DANKE, lieber Uwe!!!

Für all diejenigen, die sich auch mit dem Gedanken tragen, sich vielleicht mal einem solchen Wettkampf zu stellen, lasse ich an dieser Stelle mal komplett die Hose runter – und offenbare hier mein Trainingspensum – für diesen Jahreshöhepunkt. Ich gebe aber zu bedenken, dass dies keine festgesetzte Werte sind (eher vielleicht ein Anhalt). Jeder sollte für sich und seine gesetzten Ziele, das richtige Maß selber finden. Und beachtet bitte: Analytiker, Zahlenfüchse, Schlauberger und “Allesganzkonkretwisser“ gibt es natürlich immer.

Mein Trainingsstart für die Saison 2012 war der 31.10.2011. Bis zum Berlin Man, am 09.09.2012, habe ich im Schwimmen: 83,4 Km, auf dem Rad: 3524,19 Km und Lauf: 1388,83 Km zurückgelegt.

Die zeitliche Dauer der Wocheneinheiten lag dabei zwischen 6 Stunden (in Ruhewochen) und maximal 16 Stunden in der direkten Vorbereitungszeit.

In der letzten Woche vor dem Wettkampf habe ich nur noch wenig und lockere Einheiten trainiert. Ziel dabei war eigentlich nur noch das Auflockern der Muskeln, ein bisschen in Bewegung zu bleiben und dabei für den Kopf zu wissen, dass ich gut vorbereitet bin.

Also: Macht. Tut. Traut euch. Das Gefühl, sein gesetztes Ziel geschafft zu haben (und wenn es “nur“ das finishen ist) kann man mit Nichts aufwiegen. Vielleicht sehen wir uns ja dann beim nächsten Start.

 

Also, bis bald.

Björn

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