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erstellt am: 26.09.2012 | von: Uwe Binz | Kategorie(n): Duathlon

Name

AK-Platz/ges.

Run1

Bike

Run2

Ges.-Zeit

Matthias Kaup

6/17

22:29min

41:32min

12:58min

1:16,59h

Björn Götze

8/29

24:30min

47:23min

13:14min

1:25,07h

und hier der Bericht von Björn:

Über Stock und Stein…

waren am Sonntag, den 24.09.12 Mathias Kaup und ich in den Ravensbergen in Potsdam unterwegs.

Besser bekannt ist dieser Wettkampf eigentlich unter seinem richtigen Namen, dem “Up&down Crossduathlon“.

Seit letztem Jahr findet dieser recht kleine, aufgrund seiner immer ziemlich geringen Starterfelder, und damit sehr familiär anmutende Wettkampf anstatt im März, nun immer im September statt. Dieses Jahr gehörte er zum offiziellen Brandenburg-Cup. Die Folge dessen war ein ziemlich großes Feld – mit einigen guten (ziemlich schnellen) Leuten. Aber im gleichen Maß waren auch Leute am Start, bei denen der Spaß an erster Stelle steht. Also ein bunt gemixtes Feld. Im Vergleich zum letzten Jahr war die Neuigkeit, dass der Wettkampf nicht mehr an seiner alten Austragungsstätte-an der Michendorfer Chaussee, sondern nun in der ehemaligen Potsdamer Vorstadt, “An den Ravensbergen“ stattfindet.

Für diejenigen unter euch, die die alte Strecke kennen hier mal der Vergleich. Die alte Strecke war relativ schnell (bis auf den einen ziemlich harten Anstieg auf der Radstrecke). Die Wege waren ziemlich breit und befestigt. Also damit eine relativ einfache Strecke-und für jeden leicht zu bewältigen. Selbst Regen macht dem Parcour wenig aus, diese Strecke bleibt schnell und somit wenig anspruchsvoll. Die neue Strecke in den Ravensbergen jedoch ist gänzlich anders. Es kommen kaum Höhenmeter zusammen. Man kann das Profil eigentlich auch als recht einfach (wellig bis kupiert) einschätzen – und damit schnell unterschätzen. Da der Veranstalter (Zeppelin-Team-Potsdam) die Rad- und Laufrunden ziemlich kurz bemessen hat, mußte man also relativ viele Runden drehen, um zum Schluß endlich auf 6/15/3 zu kommen. Der Teufel steckt hier eindeutig im Detail. Aber dazu ein wenig später mehr.

Meine Saison fand ja beim Berlin Man seinen Abschluss. Hier in Potsdam zu starten hatte einfach nur der Grund, weil ich meine Saison mit einem Cross-Duathlon eröffnet hatte-und genauso auch beenden wollte. Nach der Mitteldistanz vor zwei Wochen habe ich nur noch sporadisch, nach Lust und Laune trainiert. Mir war also schon klar, dass kein sonderlich gutes Ergebnis hier mehr erwartet werden konnte. Habe mich aber dennoch auf den Start gefreut.

Ich war wie immer schon ziemlich zeitig da, bin die Strecke abgelaufen und mit dem Rad abgefahren. Gut, dass ich das gemacht habe. Es wären doch einige Überraschungen aufgetreten, wenn ich es nicht getan hätte.

Matthias Kaup kam dann auch irgendwann eingetrudelt. Haben dann noch ein wenig gefachsimpelt-wie das ebenso ist-man hat sich einiges zu erzählen.

Der Start um 13. Uhr erfolgte dann direkt nach einer freiwilligen Einführungsrunde auf dem Rad und den üblichen Erklärungen zur Strecke, etc. Die sechs Laufrunden vergingen für mich doch einigermassen zufriedenstellend. Diese Wege waren gut befestigt und breit. Viele Teile der Strecke waren dabei zusätzlich mit Tressierband abgesperrt.

Wechsel auf´s Rad. 7 Radrunden lagen nun vor mir-und hier hatte es sich doch ausgezahlt, dass ich mir vorher die Strecke angesehen habe. Viele Stellen mit Wurzeln, Löchern und richtig lockerem, losen Sand. Märkische Heide-ihr wißt sicher, was ich meine. Naja, es war auf jeden Fall ein wenig fahrerisches Können von Nöten, wenn man auf dem Radparcour halbwegs über die Runden kommen wollte. Der Kurs bietet, im Vergleich zu der alten Strecke, wenige Passagen, bei denen man richtig Geschwindigkeit machen kann. (Außer ihr Radcracks natürlich) Viele kurze Teilstücke wechseln sich hier mit engen, winkligen Kurven ab. Bin ja kein guter Radfahrer-hatte deshalb zum Schluß dann gerade mal eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 (18!!!!) Km/H auf dem Radcomputer stehen. Matthias kam in meiner fünften Runde regelrecht an mir vorbeigeflogen. Schön, wenn man so toll Rad fahren kann!

War aber trotzdem mit meiner Radleistung zufrieden. In der letzten der 7 Radrunden bin ich auch noch unfreiwillig vom Rad abgestiegen. War gerade aus einem dieser heftigen Sandlöcher herausgefahren und froh darüber, gut durchgekommen zu sein, als ich trotzdem die Kontrolle über das Rad kurzfristig verloren hatte. Aber der lockere Sand haben meinen Sturz ja gut abgefedert-also alles halb so wild. Und auf die zwanzig bis dreißig Sekunden kam es nun auch nicht mehr an. Der zweite Wechsel (Rad/Lauf) hatte gut geklappt, nun waren noch drei Laufrunden zu bewältigen-diesmal entgegengesetzt zu den ersten Laufrunden. Diese nun so zu laufen, war damit auch schon ein wenig anspruchsvoller, jetzt schon kräftezehrender.

Im Ziel hatte mir Matthias “nur“ 9 Minuten aufgebrummt. Damit kann ich gut leben.

Das Wichtigste: Es war einfach ein schöner Wettkampf. Und das sich zum Schluß noch herausgestellt hat, das einige (8?) Leute leider eine Radrunde zu wenig gefahren sind-ist mir relativ “wurscht“. Das hat mein Ergebnis ja nicht verfälscht. Das müssen die mit sich selber ausmachen….

 

Also, liebe Teamworker. Da gibt es also im beschaulichen Potsdam einen kleinen, feinen, anstrengenden Cross-Duathlon. Vielleicht treffen wir uns ja dort mal???

Ihr wißt doch: Jeder kleine Wettkampf ist x-mal besser, wie jedes Training.

In diesem Sinne-bis bald.

Und wer Lust hat, sich mit richtigen Radfahrern zu messen, dem sei gesagt, dass Diedrich, Matthias und ich im Herbst/Winter/Frühjahr die Berliner Rad-Cross-Serie fahren wollen.

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